Viele Kinder und teilweise auch deren Eltern sind mittlerweile faszinierte Zuschauer*innen von Kinder-Influencern bzw. Mini-Influencern.

© Lara Glockner

Das sind Kinder, die auf YouTube oder Instagram ein quasi öffentliches Leben führen. Meist vor der Kamera wird gespielt, gemalt, sich geschminkt, geshoppt und gestylt wie die „großen“ Vorbilder. Jeder Urlaub, jeder Kindergeburtstag, jedes Ereignis im Leben eines Kindes wird mitgefilmt. Dabei wird natürlich auch die Morgenroutine vor der Schule oder Kindergarten nicht ausgelassen. Die YouTube- und Instagram-Kanäle von Mini-Influencern wie „Alles Ava“ oder „Mavie Noelle“ haben bis zu 650.000 Abonnenten, sie sind also keine kleinen Fische mehr. Manche Kinder ernähren mit dem Business, das sie auf YouTube oder Instagram betreiben, bereits ihre ganze Familie.

Das Phänomen Mini-Influencer taucht jetzt besonders auf der Bildschirmfläche auf, weil sie für die jünger werdende Zielgruppe – Kinder, welche YouTube konsumieren – immer interessanter werden. Und das ruft die Werbetreibenden auf den Plan.

In einem Projekt im 6. Semester Online-Redaktion B.A. sind die Studierenden unter der Leitung von Prof. Dr. Amelie Duckwitz, die zu Influencer*innen forscht, dem Phänomen „Mini-Influencer“ auf den Grund gegangen und haben sich mit wichtigen Fragen zu Kinderarbeit, Kinderrechten, Werbung von und für Kinder, aber auch Geschlechterrollen, Familienbildern und Cybermobbing auseinandergesetzt. Die entstandenen Beiträge sind unter https://mini-influencer.online-redakteure.com/ zu lesen und zu hören.