Nutzerzentrierung

Analyse- und Gestaltungsprinzip der Nutzerzentrierung
Digitale Technologien stoßen gerade in den sozialen Diensten häufig noch auf Widerstände. Dies rührt u.a. daher, dass mit ihnen häufig eine gewisse Standardisierung und Vereinheitlichung von Abläufen einhergeht, die als Widerspruch zur ganz individuellen und auf die einzelne Person ausgerichteten Arbeit mit den Adressat*innen der sozialen Dienste gesehen werden. Auch werden  mit technischen Innovationen als lästig empfundene Dokumentationspflichten oder eine befürchtete stärkere Kontrolle von Arbeitgeberseite über die Inhalte der eigenen Tätigkeit assoziiert. Die Potentiale an Vereinfachung und Steigerung der Effektivität, aber auch der Professionalität und Qualität der Dienstleistung werden dabei verkannt. Umso wichtiger ist an dieser Stelle eine genaue Analyse der Widerstände und Vorbehalte, die dann fruchtbar zu machen ist für die Konzeption und den Einsatz digitaler Technologien im Bereich Sozialer Dienste. Die Analyse erfolgt insbesondere mit Methoden der User Experience und Arbeitspsychologie, der kognitiven Modellierung sowie mit dem Gruppendiskussionsverfahren und der Auswertungsstrategie der dokumentarischen Methode.