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Algorithmen, Künstliche Intelligenz und Lernende Systeme:Ansatzpunkte und Herausforderungenfür die sozialwissenschaftliche Gedächtnisforschung

19. März - 20. März

Spätestens mit der Verbreitung des Buchdrucks bezieht die Rede von einem „künstlichen Gedächtnis“ ihren Sinn aus dem Menschen äußerlichen Medien, die sein Gedächtnis erweitern und stützen, indem sie ihm dabei helfen, sich zu erinnern und nicht zu vergessen. Bereits heute gehen Technologien der Künstlichen Intelligenz und Lernende Systeme über diese Funktion und Rolle von Gedächtnismedien hinaus. Lernende Systeme werden nach neuronalen Netzen modelliert (deep learning), um auf der Grundlage autonomer Lernprozesse menschliche Entscheidungen vorzubereiten oder auf unterschiedlichen Ebenen eigenständig zu entscheiden. Die algorithmischen Lernmodelle werden dabei vom System ebenso selbständig generiert wie ihre Entscheidungsalgorithmen –was in den hidden layers der künstlichen neuronalen Netze passiert, bleibt in der Regel sowohl für EntwicklerInnen als auch für BetreiberInnen und NutzerInnen intransparent. In sozialen Prozessen des Erinnerns und Vergessens treten sie weniger als Medium, denn als eigenständige, soziologisch noch näher zu bestimmende Akteure auf. Aus einer gedächtnissoziologischen Perspektive sind neben diesem Akteursstatus auch die theoretischen Vorentscheidungen näher zu bestimmen, die durch Konzepte wie Algorithmus, deep learn-ing,neuronale Netze und künstliche Intelligenz priorisiert werden.

Details

Beginn:
19. März
Ende:
20. März
Veranstaltungskategorie:
Website:
https://www.dests.de/wp-content/uploads/2019/07/Call_KI-und-soziale-Ged%C3%A4chtnisse.pdf

Veranstaltungsort

Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ)Münchene.V.

Veranstalter

Arbeitskreis „Soziales Gedächtnis, Erinnern und Vergessen“ in der SektionWissenssoziologieder Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS)
ISF München